Erfolgsgeschichten der Regenfänger:

Das Projekt Milchkühe

Als das Land immer fruchtbarer und grüner wurde, begannen sich die Menschen zu fragen: Da wächst jetzt so viel Gras, warum können wir damit nicht Kühe füttern? Ein Traum? Milchkühe können sich nur die reichen Bauern kaufen. In einem Pilotprojekt wurden bereits 150 Milchkühe auf Kreditbasis an die Frauen vergeben, die die Eigentümer sind. Die Kredit­rückzahlung erfolgt durch den Milchverkauf. Nach etwa zwei Jahren haben sie den Kaufpreis zurückgezahlt. Pandari, Mitarbeiter des Watershed Programms berichtet vom Erfolg: „Die Frauen sind so glücklich mit ihren Kühen. Sie freuen sich, dass ihre Kinder jetzt gesünder sind und die Familie durch den Verkauf der Milch ein kleines Einkommen erwirtschaften kann. Für sie hat nun ein neues Leben begonnen.“

Hilfe auch für die Umwelt

Damit die Dorfbewohner unabhängig und zugleich umweltfreundlich wirtschaften können, werden Schulungen zur Bodennutzug und Kompostierung durchgeführt. Es soll auch eine große Kompostanlage geben, die die Abfallprodukte aus der Landwirtschaft in Dünger für die nächste Saatperiode aufbereitet. Das Watershed Programm hilft somit nicht nur den Menschen in den Dürregebieten, sondern leistet einen großen Beitrag zum Umweltschutz in der Region. Durch die Aufforstung und die veränderte Bodennutzung steigt der Grundwasserspiegel und der Erosion wird Einhalt geboten. Die Natur erholt sich.

Das Alphabetisierungsprogramm

„Ein beeindruckendes Beispiel für die Entwicklung ist für mich nach wie vor Hawasbei. Sie selbst war schon über 60, als ich sie kennenlernte und wie alle anderen in ihrem Dorf Analphabetin. Wir schickten einen Lehrer ins Dorf, der allen das Alphabet und Zahlen beibrachte. Als ich nur ein Jahr später das Dorf wieder besuchte, leitete Hawasbei eine Kindergartengruppe und vor einem Jahr noch konnte sie selbst weder lesen noch schreiben. Das war ein riesiger Fortschritt. Früher hatten die Kinder gar keine schulische Betreuung. Hawasbei brachte nun den älteren Kindern die Anfänge des Lesens und Schreibens bei. Einige Kinder gehen mittlerweile in eine staatliche Schule ein paar Dörfer weiter und leben dort im Internat. Und ihre Eltern sind stolz darauf!“ (Robert D`Costa SJ)

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