Sara ist zum Vorbild geworden

Saras Geschichte macht vielen Frauen Hoffnung. Die junge Frau hat erfolgreich ihr Abitur abgelegt und arbeitet seit Herbst 2012 in der Jugendarbeit einer Aids-Organisation. Karuna Bhawan, die Aids-Initiative der katholischen Kirche in Nepal, hat ihr den Weg in ein selbstständiges Leben geebnet – woran wenige Jahre zuvor noch nicht zu denken war.

Sara ist HIV-positiv und kam als Schulkind zu Karuna Bhawan. Ihre Eltern waren beide an Aids verstorben, und die Verwandten hatten das Mädchen verstossen. Sie hätten zwar Möglichkeiten gehabt, sich um das Waisenkind zu kümmern, doch aus Angst vor Ansteckung jagten sie Sara aus dem Haus. Den Mitarbeitern des Zentrums gelang es, Sara auf eine staatliche Schule zu schicken; von ihrer Krankheit erfuhren die Behörden vorsichtshalber nichts.

Der Rückhalt in ihrer neuen Heimat hat dem Mädchen ein gutes Selbstbewusstsein vermittelt. Sara war in der Kirchengemeinde aktiv, gut in der Schule und eine fürsorgliche ältere Schwester für die kleineren Kinder. Jetzt führt sie ihr eigenes Leben und hilft mit ihren Erfahrungen der Gesellschaft.

Amrita ist noch ein Sorgenkind

Das Team von Karuna Bhawan fühlt sich von Erfolgen wie in Saras Fall besonders motiviert. Auch wenn die Arbeit mit den Aids-Waisen nicht immer unbeschwert verläuft. Das Sorgenkind im Haus von Godavari heisst Amrita.

Seit fünf Jahren lebt das Mädchen in dem Zentrum. Es ist das einzige Kind hier, das wegen seines Gesundheitszustands nicht zur Schule gehen kann. Amrita ist von ihrer Aids-Erkrankung bereits gezeichnet. Ihr Immunsystem ist sehr schwach, und so befällt sie eine Infektion nach der anderen. Doch noch kann aus ärztlicher Sicht nicht mit einer antiretroviralen Therapie begonnen werden.

Im September 2012 hat Amrita ihren neunten Geburtstag gefeiert. Es gab Lieder und viele Glückwünsche, und Amrita schnitt stolz ihren Kuchen an. Das war nicht irgendein Kindergeburtstag im Karuna-Bhawan-Haus.  Es war einer, bei dem Freude und Traurigkeit ganz nah beieinander liegen.

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