News

Für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Jesuiten weltweit Schweiz ist Pia Seiler verantwortlich. Sie ist Ansprechpartnerin für Journalistinnen und Journalisten, beantwortet Medienanfragen und vermittelt Kontakte zu Patres oder unseren Projektpartnern. Sie ist Chefredakteurin unseres Magazins. (Telefon: +41 (0) 44 266 21 30 oder Email: pia.seiler@jesuiten-weltweit.ch)

News

Für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Jesuiten weltweit Schweiz ist Pia Seiler verantwortlich. Sie ist Ansprechpartnerin für Journalistinnen und Journalisten, beantwortet Medienanfragen und vermittelt Kontakte zu Patres oder unseren Projektpartnern. Sie ist Chefredakteurin unseres Magazins. 
Pia Seiler: Telefon: +41 (0) 44 266 21 30 oder Email: pia.seiler@jesuiten-weltweit.ch

12. Juni 2020: Sommerausgabe unserer Zeitschrift Jesuiten weltweit

Erst recht engagiert für und mit Menschen

Gedanken zur Zeit von Toni Kurmann SJ in der neuen Ausgabe der Zeitschrift Jesuiten weltweit, die auch den Jahresbericht 2019 enthält: «Die weltwirtschaftlichen Konsequenzen der Covid-19-Krise sind noch nicht absehbar. Unvergessen bleiben mir die Bilder der indischen Wanderarbeiter, die von einem Tag auf den anderen ihren Verdienst verloren hatten und auf Gewaltmärschen nach Hause strömten, wo sie vor dem Nichts stehen. Und von Myanmar erreicht uns die Nachricht: «Für Millionen Menschen werden Hunger und Armut tödlicher sein als das Virus selbst» – Sinnbild dafür auf dem Titelbild der Junge aus einem Slum in Rangun. Die Folgekrisen werden uns herausfordern. Und auch dann sind wir da, bleiben wir Ansprechpartner». Erfahren Sie mehr über Myanmars fragilen Weg aus Armut und Diktatur; von den hunderttausenden Rohingya in Bangladesch, die im Flüchtlingslager Kutupalong vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst Beistand erhalten; von den Freiwilligeneinsätzen einer jungen Walliserin und eines Zürchers, die vorzeitig heimkehren mussten und mit Kopf und Herz noch ganz in Mexiko beziehungsweise Java sind. Der eingeheftete Jahresbericht 2019 bietet Überblick über die Tätigkeiten und Organisation der Stiftung Jesuiten weltweit. Sie finden Informationen und Zahlen zu den unterstützten Projekten, wie auch über vielfältige, von interkultureller Begegnung ermöglichte Lernfelder, wie zum Beispiel Freiwilligeneinsatz und Zivildienst. Auch berichtet der Jesuitenflüchtlingsdienst JRS über das Engagement in der Schweiz. Die neue Ausgabe von Jesuiten weltweit finden Sie hierDen Jahresbericht 2019 finden Sie hierEinen Video-Einblick über das Engagement der Jesuiten in Myanmar finden Sie hier
Mehr

5. Juni 2020: Auswirkungen der Corona-Krise und des Wirbelsturms im Großraum Kalkutta

Doppeltes Unglück für Pater Saju und sein Tanz-Zentrum in Kalkutta

Als sei der landesweite Lockdown seit Ende März durch die Corona-Krise nicht schon verheerend genug für viele Bevölkerungsgruppen Indiens, so verursachte am 20. Mai auch noch der Wirbelsturm «Amphan» im Großraum Kalkutta massive Zerstörungen. Auch das Bildungszentrum «Kalahrdaya» des Jesuiten-Paters Saju George (SJ) ist betroffen. Pater Saju berichtet: «Es gibt keine Elektrizität in unserem Gebiet. Die beschädigten Gebäude müssen repariert, Sonnenkollektoren und ein Generator ersetzt werden.» Zur Erwirtschaftung eines kleinen Einkommens sollen im Garten Obst und Gemüse für den Verkauf, aber auch zur Selbstversorgung, angebaut werden.Seit 20 Jahren besteht das Zentrum «Kalahrdaya» in Kalkutta bereits. Ins Leben gerufen durch Pater Saju – auch als der «tanzende Jesuit» aus Indien bekannt. Er gibt dort den Ärmsten von Kalkutta die Möglichkeit, durch eine Ausbildung in Englisch, Mathematik, Kunst, Malerei, Religion und besonders im Tanz eine Perspektive und mehr Selbstbewusstsein zu bekommen. Davon sollen insbesondere die Dalits profitieren – eine Bevölkerungsgruppe der Kastenlosen – die nicht nur in Krisenzeiten diskriminiert und am Rande der Gesellschaft leben.Für die Finanzierung seines Bildungszentrums ist Pater Saju auf Spenden aus dem In- und Ausland angewiesen, die er auch durch Auftritte mit seinen Tänzerinnen und Tänzern rund um die Welt sammelt. In diesem Frühjahr waren viele Auftritte in Kirchen und Messen in der Schweiz geplant, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnten. Ein besonderer Höhepunkt wäre zum Pfingstfest das Tanzen im  Fernseh-Gottesdienst gewesen, den SFR1 aus der Kirche St. Peter und Paul in Rotmonten in St. Gallen ausstrahlte. Die Pfarrei Rotmonten unterstützt daher mit der Kollekte des Pfingstfestes die Wiederaufbauarbeiten von Pater Saju und seinem Zentrum. «Ganz herzlichen Dank für Ihre Solidarität und Ihr offenes Ohr für unsere aktuellen Sorgen!», bedankt sich Pater Saju für die Hilfe.Der Jesuiten-Pater Saju verliert...
Mehr

29. Mai 2020: Hilfsprojekt im Norden Sri Lankas in der Corona-Krise

Es fehlt an allem. Hilfspakete im Norden Sri Lankas sichern das Überleben

Die Corona-Pandemie trifft Sri Lanka zu einer Zeit, in der bereits eine erhöhte soziale Unzufriedenheit im Lande herrscht, die seit 2018 in anhaltenden Protesten und Arbeiterstreiks zum Ausdruck kommt. Auch die Terroranschläge auf Kirchen von Ostern 2019 haben Unsicherheit in der Bevölkerung hinterlassen. Die Regierung nutzt die aktuelle Krise darüber hinaus, die bereits begonnene Militarisierung der Verwaltung auf dem Weg zu einer Präsidialdiktatur zu beschleunigen.
 
Im Norden Sri Lankas ist die tamilische Bevölkerungsgruppe durch die Corona-Krise besonders hart betroffen. Seit Ende des Bürgerkriegs befinden sie sich immer noch auf dem Weg in eine Normalität. Hunger und Armut gehörten schon vor Ausbruch der Corona-Pandemie zum Alltag. P. Thushara Sampath SJ, Koordinator aller Entwicklungsprojekte der Jesuiten in Sri Lanka, spricht in seinem Bericht nun allerdings von einer humanitären Katastrophe apokalyptischen Ausmasses: 60 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner im Norden Sri Lankas haben laut eines Nachrichtenberichts kein regelmässiges Einkommen mehr, um ihre Familien zu ernähren. Die hohen Lebensmittelpreise machen die dortige Bevölkerung zusätzlich abhängig von der Hilfe durch humanitäre Organisationen. 
 
Die Jesuiten im Norden Sri Lankas unterstützen unermüdlich Familien, deren Not sich durch die Corona-Pandemie noch verstärkt hat. Es fehlt an Lebensmitteln, Hygiene-Artikeln, Ausstattungen für Babys, aber auch Saatgut und Dünger werden benötigt. Mittels direkter Besuche bei den Familien ermitteln die Jesuiten deren jeweiligen Bedarf, um gezielt helfen zu können. Mehr als 250 Familien konnten in dieser ersten Zeit der Krise mit dem Nötigsten versorgt werden. Ein Ende des seit März verhängten Lockdowns ist aktuell jedoch nicht absehbar und die Not der Menschen wird weiter zunehmen. Die Jesuiten im Norden Sri Lankas haben sich zum Ziel gesetzt, bis August mindestens 500 weiteren Familien helfen zu können. Die Stiftung Jesuiten weltweit Schweiz unterstützt...
Mehr

20.05.2020 frühere Generalobere P. Adolfo Nicolás SJ gestorben

«Sein ganzes Leben sich selbst gegeben»: P. Adolfo Nicolás SJ ist heute gestorben

P. Adolfo Nicolás SJ, Generalobere der Jesuiten von 2008 bis 2016, ist heute im Alter von 84 Jahren in Tokio gestorben. «P. Nicolas hat sein ganzes Leben lang sich selbst gegeben», würdigt der aktuelle Pater General Arturo Sosa SJ seinen Vorgänger. «Es war ein Leben, das geprägt war von intensivem Dienst, gelassener Verfügbarkeit und einer tiefen Fähigkeit zur Inkulturation in Japan, wohin er als junger Jesuit ging.» P. Adolfo, gebürtiger Spanier, werde in der Gesellschaft Jesu «sehr vermisst werden als ein weiser, bescheidener und engagierter Jesuit, ein Mann der Gnade und Weisheit, einfach und unprätentiös.»Adolfo Nicolás Pachón wurde am 29. April 1936 in Villamuriel de Cerrato in der  nordspanischen Provinz Palencia geboren. Am 15. September 1953 trat er in Aranjuez ins Noviziat der damaligen Toledo-Provinz ein. Sein Ordensleben ist mit Asien eng verbunden: Nach dem Philosophie-Studium ging er nach Tokio/Japan, wo er auch Theologie studierte und am 17. März 1967 zum Priester geweiht wurde. Er promovierte an der Gregoriana in Rom und lehrte ab 1971 in Tokio Systematische Theologie. 1978 ging er auf die Philippinen, wo er bis 1984 in Manila Direktor des Pastoralinstitutes war. Seine geistliche und theologische Ausbildung erhielt er in Madrid, Tokio und Rom.
In der Gesellschaft Jesu konnte er viele Erfahrungen in Leitungsaufgaben sammeln, zuerst von 1993 bis 1999 als Provinzial von Japan und dann von 2004 bis 2008 als Präsident der Konferenz der Provinziäle von Ostasien und Ozeanien. Andere Aufgaben führten ihn unter anderem nach Australien, China, Japan, Korea, Mikronesien, Myanmar und Osttimor. Die 35. Generalkongregation wählte ihn am 19. Januar 2008 zum Generaloberen.Schwerpunkt seiner Amtszeit als Generaloberer war die Neustrukturierung des Ordens; angesichts der weiterhin rückläufigen Mitgliederzahl (2008: 18 820 Jesuiten; 2015: 16 740 Jesuiten) reduzierte er die Zahl der Provinzen und Regionen weltweit. «Je weniger Mitglieder die Provinzen...
Mehr

15. Mai 2020: Hilfe für unsere Projektpartner in der Corona-Krise

Hilfe in der Jesuiten-Provinz Chennai – Lebensmittel-Pakete für Familien, Flüchtlinge und Minderheiten

In der südindischen Jesuiten-Provinz Chennai wurden zahlreiche Aktivitäten initiiert, um insbesondere den Dalit- und Tribal-Familien, innerstaatlichen Migrantinnen und Migranten, Familien in Flüchtlingslagern und auch gesellschaftlichen Minderheiten wie Transgender in dieser Krisenzeit zu helfen. Der Fokus liegt darauf, diese notleidenden Menschen mit den nötigsten Lebensmitteln zu versorgen. Etliche von ihnen, meistens von Tag zu Tag bezahlt und ohne jede soziale Sicherheit, haben aufgrund der Covid-19-Pandemie ihre Arbeit verloren, können ihre Familien nicht ernähren. Und es besteht keine Perspektive, wann sich die Situation wieder normalisieren wird. In den vergangenen Wochen konnten tausende Hilfsbedürftige in den Bezirken der Provinz die dringend benötigten Lebensmittel erhalten.
 
Der Provinzial der Jesuiten-Provinz Chennai, P. Jebamalai Irudayaraj SJ, schreibt dazu in seinem Bericht über die Hilfsprojekte: "Unsere Jesuitengemeinschaften haben mehr als 6.000 Familien in den meist nördlichen Bezirken von Tamil Nadu erreicht, indem sie ihnen die Ration der notwendigen Lebensmittel und medizinische Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt haben. Ich möchte allen Mitgliedern der Jesuitenprovinz Chennai, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz meinen aufrichtigen Dank aussprechen. Danke auch allen Spenderinnen und Spendern, Alumni, Studenten und Freiwilligen für ihre Bemühungen und ihren Beitrag, in dieser Krise denjenigen Menschen zu helfen, die am meisten darunter leiden müssen."
Ausserordentliche Zeiten erfordern ausserordentliche Massnahmen. Wir erwarten weitere Gesuche um Unterstützung und werden auch diese so schnell und unkompliziert wie möglich beantworten. Sollten Sie sich eine Spende überlegen, sind wir Ihnen im Namen aller, die wir unterstützen können, dankbar. 
Sie erreichen uns wie bisher per Mail (prokur@jesuiten-weltweit.ch), Telefon (+41 44 266 21 30) oder Post (Stiftung Jesuiten weltweit Schweiz, Hirschengraben...
Mehr

8. Mai 2020: Hilfe für unsere Projektpartner in der Corona-Krise

Verteilung von Hilfspaketen an notleidende Menschen in Sri Lanka und Indien

Die Unterstützung unserer Projektpartner in der Corona-Krise ist gestartet. Wir bleiben den Benachteiligten über das weltweite Netzwerk der Jesuiten verpflichtet – erst recht in diesen bangen Wochen und auch Monaten, die noch folgen. Der Fokus liegt derzeit auf vier Hilfsprojekten: Unsere Partner begannen mit der Verteilung von Hilfspaketen an notleidende, marginalisierte Menschen in Sri Lanka und den indischen Jesuiten-Provinzen Chennai, Andra Pradesh und Madurai.   In Sri Lanka kommen die Hilfspakete mit Lebensmitteln, Hygiene-Artikeln und Medizin 500 Familien von Taglöhnern zugute.    In der Jesuiten-Provinz Chennai gehen die Hilfspakete an 2000 arme Dalit-Familien und innerstaatliche Migrantinnen und Migranten. In der Jesuiten-Provinz Andra Pradesh sind sie für 1600 Familien in 30 Dörfern von zwei Pfarreien bestimmt.  Und in der Jesuiten-Provinz Madurai gilt die Nothilfe den Dalits. Dazu erreicht uns der Bericht von P. Vargheesh Antony SJ vom Kultur- und Sozialzentrum Daca, Abkürzung für Doctor Ambedkar Cultural Academy in der Stadt Madurai/ Tamil Nadu:    «Dank der Schweizer Stiftung Jesuiten weltweit sind wir in der Lage, uns nachhaltig für marginalisierte Menschen einzusetzen – insbesondere für die Dalits, die am meisten unterdrückte Gemeinschaft Indiens. Durch die Abriegelung Indiens aufgrund der Covid-19-Pandemie sind die Menschen im ganzen Land mit der Notlage konfrontiert. Covid-19 ruft nicht nur Angst hervor, sondern verursacht auch Depressionen, führt zu Hunger und beeinträchtigt das ganze soziale Gefüge.
Die am schlimmsten betroffenen Gemeinschaften in unserem Bundesstaat Tamil Nadu sind Dalits und Tribals, und wenn ich an Berufsgruppen denke sind es Feuerwehrleute, Erntehelfer, Hilfskräfte – Menschen, die auf ihren Tagelohn angewiesen sind. Sie haben keine Einkommensmöglichkeiten mehr, um ihre Familien zu ernähren. Die Verantwortlichen unseres Kultur- und Sozialzentrums Daca haben beschlossen, etwas für die am stärksten von...
Mehr

9. April 2020: Ihre Coronaspende – Hilfe für unsere Projektpartner

Wir arbeiten weiter. Auch in Zeiten des Coronavirus.

Das Wirken von Jesuiten weltweit ist auf die vier apostolischen Präferenzen der Gesellschaft Jesu ausgerichtet (siehe www.jesuiten.ch/reflexion/apostolische-praeferenzen.html). An der Seite der Benachteiligten: Auf dem Weg mit den Armen, den Ausgestossenen der Welt, den in ihrer Würde Verletzten, für Versöhnung und Gerechtigkeit eintreten. In der gegenwärtigen Situation der weltweiten Corona-Pandemie ist diese zweite Präferenz Orientierung für unsere Arbeit. Wir wollen weiterhin menschenwürdige Lebensbedingungen für alle ermöglichen, erst recht angesichts der aktuellen Krise und der Zeit, die danach folgt.Vermehrt treffen Nachrichten von unseren Projektpartnern zur Not vor Ort ein. Ausgelöst durch die Corona-Pandemie. Wir sind mit ihnen im Dialog. Ihre Perspektive ist unsere Referenz. Auf ihre Vorschläge wollen wir antworten. Gleichzeitig findet ein Dialog in den Netzwerken der Gesellschaft Jesu statt. Das Xavier Netzwerk, Netz aller Hilfswerke der Jesuiten, erstellt aktuell eine weltweite Übersicht der Situationen und Ansätze. Bereits ergeben sich erste Schritte von konkreter Unterstützung, von Formen der Zusammenarbeit. Unser Ziel ist es: Wir wollen so schnell und so unkompliziert, wie möglich, unseren Beitrag leisten. Wenn Sie sich in dieser ausserordentlichen Zeit eine Spende überlegen, nehmen wir diese dankbar entgegen. Mit Ihrer solidarischen Unterstützung versuchen wir zu tun, was uns möglich ist. Sie können gewiss sein, dass Ihre Spende marginalisierte Menschen über unser weltweites Netzwerk der Jesuiten erreichen wird. Wir bleiben den Benachteiligten auf dieser Welt verpflichtet. Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen. In den kommenden Tagen feiern wir Ostern. Möge die Freude des Auferstandenen Ihre Osterzeit prägen, selbst wenn Einschränkungen, Krankheit und Sterblichkeit weiterhin zum Leben gehören. Im Namen unserer weltweiten Projektpartner und des Teams von Jesuiten weltweit in Zürich wünschen wir Ihnen ein frohes Osterfest.Dr. Dana Zumr,...
Mehr

8. April 2020: Osterappell aus den Kirchen an den Bundesrat

Die Menschen aus den griechischen Lagern retten!

Angesichts der katastrophalen Not in den griechischen Flüchtlingslagern, die durch die Corona-Pandemie zu regelrechten Todesorten werden drohen, ist ein sofortiges Handeln der europäischen Länder nötig. Die Schweiz als Mitglied des Schengenraums und der EU-Grenzsicherung ist für das Leben der betroffenen Menschen mitverantwortlich. Weite Kreise in den Kirchen verbinden sich mit anderen Organisationen, die den ethischen Bankrott Europas nicht hinnehmen wollen.JRS-Schweiz trägt den vom netzwerk migrationscharta.ch lancierten Osterappell an den Bundesrat mit.
Mehr

31.03.2020

Corona-Krise: In gemeinsamer Sorge verbunden mit unseren Projektpartner.

Die Art der Nachrichten unserer weltweiten Projektpartner hat sich in den vergangenen März-Tagen verändert. In einer ersten Phase erreichten uns anstelle der gewohnten Anträge auf Projektunterstützung besorgte Nachfragen, so etwa aus Indien, Sri Lanka, Myanmar, Afghanistan. Die Menschen, mit denen wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten, fragen nicht nur nach dem Wohlergehen unserer Mitarbeitenden und der Jesuiten. Ihre Sorge gilt auch den mit uns verbundenen Menschen, unseren Familien, unseren Freundinnen und Freunden. Damit sind auch Sie gemeint, liebe Spenderinnen und Spender von Jesuiten weltweit.Ein winziges Virus beherrscht zunehmend die Welt und breitet sich nun auch in den Ländern unserer Projektpartner aus. Weder wir noch unsere Projektpartner können die Auswirkungen abschätzen. Mit unseren Partnerorganisationen stellen wir uns die Frage, wie wir gemeinsam das weiterführen können, was schon immer unsere Mission war: zusammen im weltweiten Netz der Jesuiten auf die aktuelle Not zu antworten und darüber hinaus die konkrete Welt mitzugestalten. Wir wollen weiterhin menschenwürdige Lebensbedingungen für alle ermöglichen – erst recht angesichts der aktuellen Krise und der Zeit, die danach folgt. Wie dies in der Corona-Krise und dann später umsetzbar wird, darüber können wir im Moment nur mutmassen. Ich schätze, dass die Bedeutung von qualifizierter Bildung in humanistischer Tradition noch wichtiger und noch mehr wertgeschätzt wird. Neben dem nötigen Fach- und Faktenwissen legt eine humanistische Bildung auch Wert auf ein verantwortetes Geschichtsbewusstsein. Wer aus einer historischen Perspektive auf die Ereignisse des vergangenen 20. Jahrhunderts blickt, auf die Kriegen und Pandemien wie die Spanische Grippe, erahnt, dass die gegenwärtige Krise gar nicht so aussergewöhnlich ist. Ähnlich berichtet auch die jüdisch-christliche Erinnerungskultur von vielfältigen Erschütterungen über die Zeit. Über all die Jahrhunderte mussten Menschen erleben, wie ihr Planen...
Mehr

27.03.2020 – Neue Studie

Religiöse Minderheiten in Pakistan

Mit einem Stipendium von Jesuiten weltweit Schweiz hat Heike Ruhland fast zwei Jahre in Lahore / Pakistan über religiöse Minderheiten und interreligiöse Friedensbildung geforscht. Ihre umfassende Studie (Dissertation) gibt es nun in Buchform auf Englisch. Heike Ruhland hat in Zürich Islamwissenschaft studiert; sie legt ihr Augenmerk auf die Situation der Christen in Pakistan und stellt fest: «Diskriminierung findet vielmehr aufgrund von kastenbedingten und nicht so sehr religiösen Vorurteilen statt.» Die Autorin befasst sich mit dem interreligiösen Dialog in
Pakistan, der sich angesichts der drakonischen Blasphemie-Gesetze von der gängigen Dialogpraxis im Westen unterscheide. Thema sind zudem Massnahmen von NGOs zur Verbesserung des interreligiösen Zusammenlebens. Dazu ihr Fazit: «Die hartnäckigen und mutigen Friedensbemühungen  zivilgesellschaftlicher Akteure sind begrenzt und bleiben nicht nachhaltig, solange sie vom Staat konterkariert beziehungsweise ungenügend unterstützt werden.»«Peacebuilding in Pakistan»:
Verlag Waxmann Münster, 2019
Mehr