Religiöse Minderheiten in Pakistan

Mit einem Stipendium von Jesuiten weltweit Schweiz hat Heike Ruhland fast zwei Jahre in Lahore / Pakistan über religiöse Minderheiten und interreligiöse Friedensbildung geforscht. Ihre umfassende Studie (Dissertation) gibt es nun in Buchform auf Englisch. Heike Ruhland hat in Zürich Islamwissenschaft studiert; sie legt ihr Augenmerk auf die Situation der Christen in Pakistan und stellt fest: «Diskriminierung findet vielmehr aufgrund von kastenbedingten und nicht so sehr religiösen Vorurteilen statt.» Die Autorin befasst sich mit dem interreligiösen Dialog in
Pakistan, der sich angesichts der drakonischen Blasphemie-Gesetze von der gängigen Dialogpraxis im Westen unterscheide. Thema sind zudem Massnahmen von NGOs zur Verbesserung des interreligiösen Zusammenlebens. Dazu ihr Fazit: «Die hartnäckigen und mutigen Friedensbemühungen  zivilgesellschaftlicher Akteure sind begrenzt und bleiben nicht nachhaltig, solange sie vom Staat konterkariert beziehungsweise ungenügend unterstützt werden.»

«Peacebuilding in Pakistan»:
Verlag Waxmann Münster, 2019