Verteilung von Hilfspaketen an notleidende Menschen in Sri Lanka und Indien

Die Unterstützung unserer Projektpartner in der Corona-Krise ist gestartet. Wir bleiben den Benachteiligten über das weltweite Netzwerk der Jesuiten verpflichtet – erst recht in diesen bangen Wochen und auch Monaten, die noch folgen.

Der Fokus liegt derzeit auf vier Hilfsprojekten: Unsere Partner begannen mit der Verteilung von Hilfspaketen an notleidende, marginalisierte Menschen in Sri Lanka und den indischen Jesuiten-Provinzen Chennai, Andra Pradesh und Madurai.

  • In Sri Lanka kommen die Hilfspakete mit Lebensmitteln, Hygiene-Artikeln und Medizin 500 Familien von Taglöhnern zugute.   
  • In der Jesuiten-Provinz Chennai gehen die Hilfspakete an 2000 arme Dalit-Familien und innerstaatliche Migrantinnen und Migranten.
  • In der Jesuiten-Provinz Andra Pradesh sind sie für 1600 Familien in 30 Dörfern von zwei Pfarreien bestimmt. 
  • Und in der Jesuiten-Provinz Madurai gilt die Nothilfe den Dalits.Dazu erreicht uns der Bericht von P. Vargheesh Antony SJ vom Kultur- und Sozialzentrum Daca, Abkürzung für Doctor Ambedkar Cultural Academy in der Stadt Madurai/ Tamil Nadu:  

«Dank der Schweizer Stiftung Jesuiten weltweit sind wir in der Lage, uns nachhaltig für marginalisierte Menschen einzusetzen – insbesondere für die Dalits, die am meisten unterdrückte Gemeinschaft Indiens. Durch die Abriegelung Indiens aufgrund der Covid-19-Pandemie sind die Menschen im ganzen Land mit der Notlage konfrontiert. Covid-19 ruft nicht nur Angst hervor, sondern verursacht auch Depressionen, führt zu Hunger und beeinträchtigt das ganze soziale Gefüge.
Die am schlimmsten betroffenen Gemeinschaften in unserem Bundesstaat Tamil Nadu sind Dalits und Tribals, und wenn ich an Berufsgruppen denke sind es Feuerwehrleute, Erntehelfer, Hilfskräfte – Menschen, die auf ihren Tagelohn angewiesen sind. Sie haben keine Einkommensmöglichkeiten mehr, um ihre Familien zu ernähren. Die Verantwortlichen unseres Kultur- und Sozialzentrums Daca haben beschlossen, etwas für die am stärksten von der Abriegelung betroffenen Menschen zu tun. So haben wir das Covid-19 Relief-Team initiiert, das sich aus Jesuiten und Laien-Mitarbeitenden zusammensetzt. Das Team hat die Situation analysiert und einen Plan ausgearbeitet, um 1000 Familien in 6 Bezirken von Tamil Nadu mit Lebensmitteln zu versorgen.»

Ausserordentliche Zeiten erfordern ausserordentliche Massnahmen. Wir erwarten weitere Gesuche um Unterstützung und werden auch diese so schnell und unkompliziert wie möglich beantworten. Sollten Sie sich eine Spende überlegen, sind wir Ihnen im Namen aller, die wir unterstützen können, dankbar.
Sie erreichen uns wie bisher per Mail (prokur@jesuiten-weltweit.ch), Telefon (+41 44 266 21 30) oder Post (Stiftung Jesuiten weltweit Schweiz, Hirschengraben 74, CH-8001 Zürich).

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit

Dr. Dana Zumr, Geschäftsführerin, P. Toni Kurmann SJ, Missionsprokurator und das Team von Jesuiten weltweit

Das Wirken der Stiftung Jesuiten weltweit ist auf vier so genannte apostolische Präferenzen – auf vier Leitlinien der Gesellschaft Jesu ausgerichtet.

In diesen Tagen rückt die zweite Präferenz in besonderem Mass ins Zentrum unserer Arbeit: An der Seite der Benachteiligten stehen, der Verworfenen der Welt, der in ihrer Würde Verletzten, gesandt zu Versöhnung und Gerechtigkeit.

Sie finden die vier Präferenzen hier.

Zu den drei Bildern:

Das Covid-19 Relief-Team der Jesuiten-Provinz Madurai im indischen Bundesstaat Tamil Nadu: Jesuiten und Laien-Mitarbeitende unterstützen Dalits und Tribals mit Lebensmitteln, die am meisten unter der Corona-Krise leiden. Viele haben ihre Taglohn-Arbeit verloren und sind von Hunger bedroht.