China-Europa: Sternstunden des Kulturaustauschs

Der Ladanyi-Verein und das Bodensee-Institut für interkulturelle Bildung und Zusammenarbeit laden herzlich ein:

Vortrag mit anschliessendem Apéro

Sternstunden im kulturellen Austausch zwischen China und Europa

Dienstag, 20. März, 19.00 Uhr

aki, katholische Hochschulgemeinde,

Hirschengraben 86, 8001 Zürich

Zum Inhalt

Als um 1600 die ersten Jesuitenmissionare nach China kamen, öffneten sie eine kulturelle Brücke zwischen China und Europa, wie sie in der Ge-schichte ohne Beispiel ist. Der Pionier dieser Brückenbauer war der italie-nische Pater Matteo Ricci. Ihm folgten Mitbrüder wie Johannes Schreck und Adam Schall von Bell. Sie gewannen eine Vielzahl von chinesischen Freunden, die sich nicht nur für das Christentum interessierten, sondern die auch andere Elemente der europäischen Kultur dankbar annahmen, die europäische Mathematik und Astronomie, Geographie und Kartographie, Technik und später auch Medizin, Musik und Kuns.

Das Foto links zeigt übrigens das alte Observatorium in Beijing von Ferdinand Verbiest (1676).

Die kulturelle Brücke war jedoch nicht nur in einer Richtung geöffnet. Bereits seit der Antike waren chinesische kulturelle Errungenschaften nach Europa gedrungen wie die Seide und als kulturelle Leistung von unschätzbarem Wert, das Papier. Seit dem Beginn der Neuzeit kamen immer mehr chinesische Produkte nach Europa, Seide, Tee, vor allem das mit faszinierenden Mustern und Bildern bemalte Porzellan. Jeder kennt die chinesische Medizin, die chinesische Küche, die chinesische Gartenkunst und den chinesischen Kampfsport. Wer aber weiß, dass eine Wurzel der europäischen Aufklärung, die bis heute unser Geistesleben bestimmt, vermittelt durch Voltaire, die Lehre des Konfuzius ist?

Zur Person

Prof. Dr. Erich Zettl studierte Germanistik, Anglistik und Geschichte in München, lehrte längere Zeit in England und Italien und wurde 1970 Dozent und Professor an der Fachhochschule Konstanz sowie Leiter der Abteilung für Sprachen. Seit 1980 dozierte er an mehreren chinesischen Hochschulen.

Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die Geschichte des kulturellen Austauschs zwischen Europa und China in der frühen Neuzeit. Daraus entstanden u.a. folgende Monographien: Johannes Schreck-Terrentius: Wissenschaftler und China-Missionar (1576 – 1630), Konstanz 2008; Ignaz Sichelbarth 1708– 1780: Missionar, Maler und Mandarin am chinesischen Kaiserhof, Konstanz 2011. 

Zum Ladanyi-Verein

Der Landanyi-Verein (www.ladanyi.ch) fördert wirtschaftsethische Aktivitäten mit Fokus auf China. Sein Namensspender ist der ungarische Jesuit, Lázlὁ Ladányi (1914 – 1990),  Redaktor der China News Analysis, über die Zeit der Gründung der chinesischen Volksrepublik 1949 bis 1982 und Buchautor.

Kontakt:

Ladanyi-Verein: c/o Ruth Wiederkehr, info (at) ladanyi (dot) ch

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