Das Ende in Aleppo? Die Jesuiten helfen vor Ort

Nach der Gewalt im Kampf ist zu befürchten, dass die Gewalt gegen Zivilisten, Männer, Frauen und Kinder, weitergeht. Ausgerechnet am „Tag der Menschenrechte“ (10. Dezember) wurden noch Hunderte Menschen Opfer der intensiven Kampfhandlungen im Osten wie im Westteil der Stadt. Das Al-Razi-Krankenhaus und die Universitätsklinik meldeten Tote und viele Verletzte.

Die Eskalation der Gewalt führte auch dazu, dass immer mehr Einwohner von den östlichen in die westlichen Stadtteile und andere vermeintlich sicherere Gegenden flüchteten: Im Al-Mahalej Transit Collective lassen sich Tausende als Binnenflüchtlinge registrieren. Der Jesuit Refugee Service (JRS) meldet, dass mehr als 1000 Familien ins Viertel Hanano umgesiedelt wurden. Dabei ist Hanano alles andere als „sicher“: Nach den schweren Auseinandersetzungen sind die meisten Gebäude schwer beschädigt; dazu kommen viele Blindgänger, die zu explodieren drohen. In den östlichen Gegenden Aleppos haben derweil die Menschen praktisch keinerlei Zugang zu medizinischer Versorgung.

Nach der Gewalt im Kampf geht es weiter mit der Gewalt gegen Zivilisten, Männer, Frauen und Kinder, wie die Medien am heutigen Dienstag, dem 13. Dezember, berichteten. in den letzten Tagen, auch am „Tag der Menschenrechte“ (10. Dezember), wurden Hunderte Menschen Opfer der intensiven Kamfphandlungen im Osten wie im Westteil der Stadt. Das Al-Razi-Krankenhaus und die Universitätsklinik meldeten Tote und viele Verletzte.

Sitz der Jesuiten unter Beschuss

Für den JRS waren die letzten Tage ebenfalls hart: Die wachsende Gewalt, die Toten und Verletzten sowie die zahlreichen Flüchtlinge bedeuten für das JRS-Team nicht nur mehr Anstrengungen und Einsatz, sondern auch grosse Gefahr für die Helfer selbst. Eine kleine Chronik:

8. Dezember

Beim letzten Besuch des JRS im Jibreen-Viertel am 8. Dezember hat der JRS gemeinsam mit Mitarbeitern des Roten Halbmonds Obstkisten mit Bananen, Äpfeln und Orangen und Fruchtsäfte an 500 Bewohner verteilt.

9. Dezember

Am darauffolgenden Samstag stand auch das Haus der Jesuiten unter starkem Granatbeschuss, es liegt unweit des JRS-Zentrums in Al-Azizieh. Pater Sami Hallak SJ berichtet, dass dort eine Granate zwischen dem zweiten und dritten Stock eingeschlagen sei, drei weitere explodierten ganz in der Nähe. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt, der Sachschaden ist jedoch enorm.

11. Dezember

Am Sonntag haben JRS-Mitarbeiter begonnen, die Trümmer zu beseitigen. Daher musste die Arbeit im Krankenhaus und die Verteilung von Hilfsgütern einen Tag lang ruhen.

Aufruf

Auch wenn die Schlacht um Aleppo geschlagen ist, so hat der Bürgerkrieg in Syrien noch kein Ende. Der JRS Middle East & North Africa (MENA) fordert erneut mit Nachdruck: „Alle Bürgerkriegsparteien müssen sofort die Kämpfe einstellen. Wir hoffen auf und beten für sofortigen und dauerhaften Frieden in ganz Syrien!“

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Dieses Foto aus Aleppo mit den Hinweisen auf die Einrichtungen der Jesuiten in der Stadt schickte uns Pater Sami Hallak SJ Mitte Dezember.

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