Remy, Flüchtling aus Burundi mit zwei Online-Jobs

... Denn Remy ist Flüchtling und lebt seit Jahren in Dzaleka, einem von zwei grossen Flüchtlingscamps im ostafrikanischen Binnenstaat Malawi. Remy stammt aus Burundi. Seit 2015 gibt es hier bürgerkriegsähnliche Zustände, die politische Lage ist instabil, Menschrechte werden nicht gewahrt, wirtschaftlich erlebt das Land einen Niedergang. Und die weit verbreitete Malaria-Krankheit macht alles nur noch schlimmer. Kein Wunder, dass in den vergangen zwei Jahren mehr als 400 000 Menschen aus Burundi geflohen sind. So wie Remy.

Er hat allerdings den Sprung aus der Armut afrikanischer Flüchtlingscamps geschafft. Zunächst lernte er Englisch im Lager – das war der erste Schritt aus der Misere. Damit konnte er dann ein Computer-Zertifikatsstudium bei „Jesuit Worldwide Learning (JWL)“, einer Organisation der Jesuiten mit Sitz in Genf, starten. Und mit dieser Ausbildung bekam er seinen ersten Job nach der Flucht – als Android-Entwickler. Mittlerweile hat er sogar einen zweiten Job, den er ebenfalls vom Camp aus online erledigen kann. „Ich habe viel bekommen und will auch etwas zurückgeben“, sagt Remy. Daher gibt er sein Wissen in Kursen an andere Jugendliche im Camp weiter. Das Internet ist wie ein Fenster in eine bessere Welt. „Es ist der einzige Weg“, sagt Remy, „um viele Flüchtlinge auszubilden und ihnen so eine Chance auf einen eigenen Verdienst zu geben“.

Bildung ist eine langfristige Angelegenheit, aber der lange Atem lohnt sich.

Wussten Sie übrigens ... ?

  • 5000 Studierende aus 40 Ländern konnten bereits über JWL ausgebildet werden.
  • 10 000 sollen es bis 2020 sein. Das kostet Geld. 
  • 50 Prozent der Studierenden sind Frauen – auch und besonders im islamischen Umfeld.
  • 16 Hochschulen gehören zur JWL-Allianz und stehen für die Qualität des Studiums.
  • 180 Dozenten stellen die Studiengänge auf die Beine.
  • 16 Lernzentren mit Tutoren in 10 Ländern bieten Programme an, 2018 kommen neue Zentren dazu.

Remy steht für viele Schicksale und dennoch ermutigende und erfreuliche Entwicklungen, für Erfolgsstorys also. JWL hat sie möglich gemacht. Wir stellen Ihnen in der Adventszeit bis zum Heiligen Abend zehn Menschen vor, die solche Geschichten von sich erzählen können.

JWL: Das Digital-Programm in Krisengebieten für die Kader von morgen

Bildung ebnet jungen Menschen Wege aus der Armut. Und das gemeinsame Lernen in online-Gruppen über religiöse, ethnische und kulturelle Grenzen hinweg ist der Schlüssel für eine friedliche Zukunft. Dies sind die Leitmotive von Jesuit Worldwide Learning (JWL), eine Organisation des Jesuitenordens mit Sitz in Genf und Büros in München und Washington. Unter der Leitung von Pater Peter Balleis SJ bietet JWL Flüchtlingen und anderen Benachteiligten in Krisenregionen und entlegenen Dörfern hochwertige Schulungen und zertifizierte Studienprogramme an.

Ihre Spende ist wichtig:

Ein Basis-Englischkurs kostet nur 600 Franken.

Für eine einjährige Berufsausbildung reichen bereits 1400 Franken.

Und mit 2000 Franken kann eine junge Frau oder ein junger Mann ein Jahr lang studieren (Zertifizierung durch die Regis University in den USA).

Hier geht es zur Online-Spende für Bildungsstipendien (JWL)

Vielen Dank!

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