Menschen mit Behinderung in Madagaskar

Die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung sind in Madagaskar oft erschreckend erbärmlich. Das Zentrum in Fianarantsoa gibt ihnen Hilfestellungen für einen selbstständigen Alltag und stärkt ihre Position in der Gesellschaft.

Der Wunsch nach Selbstständigkeit

In Madagaskar sind die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung oft erschreckend. Abseits der wenigen touristisch erschlossenen Gebiete leben die Menschen auf dem Land bitterarm und komplett abgeschnitten von Entwicklungsmöglichkeiten. Für Menschen mit Behinderung gibt es da erst recht keine Förderung, viele werden einfach zu Hause versteckt. Schon einfache alltägliche Aufgaben werden zu unüberbrückbaren Hindernissen. Die sandigen Wege sind mit einem Rollstuhl, wenn vorhanden, kaum passierbar. Brunnen, Wasser und Verkaufstände sind unerreichbar. 

Die Fraternität FKMS – Eigeninitiative und Selbsthilfe

FKMS ist die madagassische Abkürzung der „Christlichen Fraternität der Menschen mit Behinderung“, einer länder- und kontinenteübergreifenden Laienbewegung päpstlichen Rechts. In Madagaskar fasste sie bereits 1961 Fuss und heute gibt es sie auf der Insel in sieben Diözesen mit insgesamt mehr als 1.000 Mitgliedern. In der Erzdiözese Fianarantsoa ist Pater Garvey, ein einheimischer Jesuit, Verantwortlicher für die Rechte und Belange von Menschen mit Behinderung. Pater Garvey ist selbst seit einer Krankheit an den Rollstuhl gefesselt und kennt so die Sorgen und Hindernissen von Menschen mit Behinderung in seinem Land aus eigener Erfahrung. Er setzt sich mit seiner ganzen Energie dafür ein, die Lebensbedingungen von Behinderten zu verbessern und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen.

Ein Zuhause für alle

Das „Foyer FKMS Jean Paul II et Mère Teresa“ will für alle Behinderten und ihre Familien der Diözese Fianarantsoa ein Zuhause sein, das ihnen gehört und über das sie selbst bestimmen können. Neben den festen Wohngruppen bietet es Platz für Workshops und Fortbildungen, Besinnungstage und Exerzitien, Tagungen und politische Arbeit, Ausstellung und Verkauf von Kunsthandwerk sowie Gemüse- und Obstanbau auf dem Gelände. Von hier aus koordiniert Pater Garvey auch eine Reihe von Projekten für die Region. Geplant ist zum Beispiel der Aufbau einer Werkstatt für orthopädische Schuhe, so dass einerseits Menschen mit Gehbehinderung wieder sicher durchs Leben schreiten können und zugleich Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden. Ein weiteres Ziel von Pater Garvey ist es, irgendwann auch eigene Rollstühle herzustellen.

Projekt Behindertenzentrum FKMS

Land:
Madagaskar

Partner:
Pater Garvey SJ

Zielgruppe:
Menschen mit Behinderung

Kontext:
Ausgrenzung von Menschen mit körperlichen Einschränkungen überwinden.

So können Sie helfen:
Hilfestellungen im Alltag und zu mehr Selbstständigkeit.

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