Casa Ricci Social Services – Lebenshilfe China

Casa Ricci Social Service kümmert sich um die Armen und an den Rand gedrängten in China. In den 1950er Jahren waren dies Flüchtlinge vom Festland Chinas, in den 80er und 90er Jahren Leprapatienten. Heute sind es HIV-infizierte und an AIDS erkrankte Menschen. Casa Ricci kümmert sich um die medizinischen und um die menschlichen Bedürfnisse der Betroffenen.

Casa Ricci hilft, dass Leprakranke trotz verstümmelter Gliedmaßen ein würdiges Leben führen.

Die Anfänge – Hilfe für Leprakranke

Als Pater Luis Ruiz SJ 1986 von der total vernachlässigten Leprastation auf der Insel Da Jin in der Provinz Guangdong hörte, war für ihn klar, dass er diesen Menschen helfen musste. In den folgenden 25 Jahren hat er die Leprahilfe in China aufgebaut und die Sozial­ein­richtung Casa Ricci Social Services gegründet, die heute Lepradörfer in ganz China, Vietnam und Myanmar betreut. Seit 2007 leitet der argentinische Jesuit Pater Fernando Azpiroz SJ die Sozialein­richtung. Wichtigstes Ziel ist es, die Lebensbedingungen der Patienten, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, zu verbessern. Mit vielen kleinen Dingen kann geholfen werden. „Mit 5 Euro pro Person und Monat können wir die Ernährung eines Leprapatienten sicher­stellen“, sagt P. Fernando SJ.

Die Situation der Leprakranken in China

Ein gutes Immunsystem schützt vor dem Ausbruch von Lepra, heute kann die Krankheit sogar vollkommen geheilt werden. Trotzdem werden immer noch viele Leprakranke in China isoliert und diskriminiert. In abgelegenen Dörfern, fernab von Ärzten und Schulen, leben sie in erschreckenden Verhältnissen: Der Grossteil der Lepradörfer hat weder sauberes Trinkwasser noch Elektrizität. Chronische Unterernährung, mangelhafte Kleidung und notdürftige Behausungen gehören zu ihrem Alltag. Wo aber Hilfe ankommt, verbessert sich die Situation der Erkrankten in hohem Masse.

Mütter mit ihren Kindern in einem ehemaligen Lepradorf. Kaum eines der Kleinen hat hat die Krankheit.

Aids – Die neue Krankheit der Ausgestoßenen

Pater Luis Ruiz SJ ist am 26. Juli 2011 im Alter von 97 Jahren ver­storben – aber sein Werk lebt weiter: Viele der ehemaligen Patienten in den Lepradörfern sind heute noch am Leben und konnten von der Krankheit geheilt werden. Kaum einer der Nachkommen hat Lepra. Der Kampf gegen die Krankheit scheint bald gewonnen. Ein grösser werdendes Problem in China ist in den vergangenen Jahren die Ansteckungsrate mit HIV/AIDS und den Folgen der Krankheit für die Gesellschaft geworden. 2004 hat P. Ruiz SJ das erste katholische AIDS-Zentrum in China eröffnet. Mittlerweile betreibt Casa Ricci verschiedene Projekte für HIV- und AIDS-Patienten und Aidswaisen. Die Erkrankten erhalten Medikamente und Fürsorge. Den Kindern wird eine schulische Ausbildung ermöglicht. Darüber hinaus gibt es soziale Zentren, in welchen sowohl Aufklärungsarbeit als auch seelischer Beistand geleistet wird. 

Lesen Sie hier von Erfolgen von Casa Ricci: Einsatzgebiete des Sozialwerkes

Projekt Casa Ricci Social Services

Land:
China, Macau

Partner:
P. Fernando Azpiroz

Zielgruppe:
Leprapatienten in China, Myanmar und Vietnam, HIV-und AIDS-Patienten

Themenbereiche:
Gesundheit, Bildung, Menschenrechte

Kontext:
Die sozialen Zentren von Casa Ricci kümmern sich um medizinische und menschliche Bedürfnisse der Patienten.

So können Sie helfen:

  • 6 Franken benötigt Casa Ricci für Lebensmittel pro Patient im Monat
  • 20 Franken kostet der Schulbesuch pro Kind im Jahr
  • 125 Franken beträgt das Gehalt einer Krankenschwester im Monat