Jesu Ashram – Hilfe für die Armen und Alten

Jesu Ashram wurde 1971 von dem kanadischen Jesuitenbruder Bob Mittleholtz SJ in Siliguri gegründet und wird heute von Pater Pramod geleitet. Siliguri liegt im Norden des indischen Bundesstaates Westbengalen und ist die grösste Stadt des Distrikts Darjeeling. Die Menschen, die für eine Behandlung aufgenommen werden, sind zumeist Tribals (Ureinwohner Indiens), die sich als Tagelöhner, Teepflücker oder Rikschafahrer eine Behandlung in einem staatlichen Krankenhaus niemals leisten könnten. Viele von ihnen kommen barfuss, nur mit einem zerrissenen Hemd und einem Fetzen Stoff bekleidet. Man kümmert sich auch um Menschen, die heimatlos sind und mit denen sonst niemand etwas zu tun haben will.

Vier Häuser für 400 Patienten

Im Laufe der Jahre ist Jesu Ashram zu einem beachtlich grossen Krankenhaus geworden. Es gibt vier Häuser: den allgemeinmedizinischen Trakt, die Tuberkuloseabteilung und die Leprastation. Etwas abgelegen werden in einem kleineren Haus HIV- und AIDS-Patienten versorgt. Neben 150 Tuberkulose-, 100 Lepra- und 28 HIV-positiven Patienten beherbergt Jesu Ashram ungefähr 110 weitere Patienten. Sie kommen wegen Malaria, Diabetes, Herzfehlern, hohem Blutdruck oder Brüchen nach Jesu Ashram. Ein Grossteil von ihnen leidet an Unter- oder Mangelernährung. Für einige alte, behinderte oder psychisch kranke Menschen ist das Krankenhaus zu einer festen Bleibe geworden.

Heilung für Körper und Seele

Jeden Mittwoch fährt eine kleine Gruppe von Mitarbeitern in die Aussen­station von Jesu Ashram nahe Siliguri. Dort geben sie Medikamente an Leprapatienten, die nicht stationär behandelt werden müssen. Mehrere hundert Patienten warten jede Woche auf ihre Medikamente, auf Nachuntersuchungen und jemanden, der sich etwas Zeit für sie nimmt. Die Fürsorge ist ein wichtiges Element im Heilungsprozess. Neben P. Pramod SJ, drei Schwestern des Heilig-Kreuz-Ordens und elf Mitarbeitern kümmern sich auch 30 junge Mädchen, die innerhalb von drei Jahren in Jesu Ashram zu Kranken­schwestern ausgebildet werden, um die Patienten. Verschiedene Ärzte besuchen das Hospital regelmässig, so dass die Patienten im Durch­schnitt jeden zweiten Tag untersucht werden. Weil das Personal zur Versorgung von knapp 400 Patienten nicht ausreicht, helfen auch die Patienten mit.

Kurzfilm über das Armenspital Jesu Ashram (6 min.)

Lesen Sie hier von Geschichten aus Jesu Ashram: Hoffnung und Wunder

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