Tribal Watershed Programm

In den Dürregebieten in Westindien ist der Bevölkerung die Lebensgrundlage genommen. Die Böden sind unfruchtbar und der Regen versickert nicht mehr, sondern schwemmt die gelockerte, fruchtbare Erde weg und macht die Landnutzung unmöglich. Das Tribal Watershed Programm fängt den Regen und bringt die Steppen wieder zum Blühen.

Weil die Brunnen schnell austrockneten, mussten die Frauen bis zu zwei Stunden laufen, um Wasser zu holen. Mittlerweile gibt es eine Pumpe und ein Wasserauffangbecken. Nun ist der Weg zum Wasser nur noch fünf Minuten weit.

Das Tribal Watershed Programm in Indien

Die ökologische Katastrophe in Ahmednagar ist erschreckend. Durch die Abholzung der Wälder für Bau- oder Feuerholz ist ein sehr grosses Gebiet versteppt. Und das Schlimmste: Es wurde nicht aufgeforstet. Die seltenen, aber heftigen Regenfälle versickern nicht mehr, sondern tragen immer mehr fruchtbares Erdreich ab. Das Tribal Watershed Programm der Jesuiten im Westen Indiens setzt genau hier an. P. Robert D’Costa SJ führt mit seinen Mitarbeitern die Arbeit des Schweizer Jesuiten Hermann Bacher SJ weiter, der die Watershed-Methode zur Wiederbegrünung von verstepptem Land entwickelt hat.

Den Regen fangen

Im Watershed Programm arbeitet ein ganzes Dorf zusammen. Bis heute haben sich schon über 30 Dörfer in der Region dafür entschieden, an diesem Programm teilzunehmen und selbst für ihre Zukunft aktiv zu werden. Die Einwohner ziehen Furchen in die Berghänge bis weit ins Tal hinein. Diese werden mit lockerer Erde gefüllt und mit jungen Bäumen bepflanzt. Wenn dann der Regen kommt, zeigt sich das Wunder: Das Wasser wird in den Furchen gefangen, versickert und wird im Boden gehalten. Die Wurzeln der Bäume halten die Erde fest, wodurch der Grund­wasserspiegel steigt. Trink­wasser­brunnen haben wieder Wasser, bisher dürre Felder können bewässert werden und bringen reiche Frucht. Überall wachsen statt Dornbüschen Bäume, Sträucher und saftiges Grün. Sogar Rinder können nun in einigen Dörfern gehalten werden. Es gibt genug Wasser und Nahrung für alle.

Zukunft für die Tribals, die Ureinwohner Indiens

Neben dem ökologischen zählt auch der soziale Aspekt. Das Watershed Programm wendet sich an die Tribals, die Ureinwohner Indiens. Sie gehören heute zu den Ärmsten im Land und sind in die unwirtlichen, verdorrten Hügel abgedrängt worden. Dieses trockene Land kann sie kaum ernähren. Die meisten sind ohne Schulbildung. Auch ihre Kinder können oftmals nicht zur Schule gehen, da die Familien auf der Suche nach Tagelöhner-Arbeiten in der Umgebung herumwandern. Durch das Watershed Programm können sich die Familien an einem Ort niederlassen, durch Landwirtschaft für ihren Lebensunterhalt sorgen und ihren Kinder einen regelmässigen Schulbesuch ermöglichen.

Kurzfilm über das Watershed-Programm (9 min.)

Lesen Sie hier, wie die Watershed Methode das Leben der Menschen verändert: Erfolgsgeschichten

Projekt Watershed Indien

Land:
Indien

Partner:
P. Robert D’Costa SJ

Zielgruppe:
Tribals, die Ureinwohner Indiens

Kontext: 
Die Bewohner der Wüstenregion lernen, das Regenwasser zu sammeln und moderne Ackerbaumethoden zu nutzen.

So können Sie helfen:

  • 1 Franken kosten 70 Tomatenpflanzen
  • 60 Franken finanzieren 1 Kilo Zwiebelsamen für 1 Ha
  • 160 Franken kosten Bäume für ein Watershed auf 1 Ha Land

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