Hilfe für syrische Flüchtlinge

„Im Fokus unserer Arbeit steht im Moment die Unterstützung von Kindern. Sie leiden unter der Vertreibung, aber auch unter den schrecklichen Geschehnissen, die sie miterleben. Selbst wenn sie nicht direkte Opfer sind, stehen ihre Familien doch unter einem Trauma.“ Nawras Sammour SJ, Direktor des Jesuiten-Flüchtlingsdiensts Mittlerer Osten/Nordafrika

Kämpfe zerstören das Deir Vartan Centre des JRS

Die Welle der Zerstörung verschont auch den Flüchtlingsdienst der Jesuiten (JRS) nicht. Im September war das Deir Vartan Centre, ein jesuitisches Bildungs- und Begegnungszentrum in der Altstadt von Aleppo, Schauplatz der Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und den Rebellen. Ein paar Wochen zuvor hatte der JRS das Zentrum zum Glück aus Sicherheitsgründen geschlossen und seine Angebote für die Flüchtlinge an einem anderen Ort fortgesetzt. Deshalb wurden weder JRS-Mitarbeiter noch Hilfesuchende bei den Kämpfen verletzt. Wann und ob der JRS seine Arbeit im Deir Vartan Centre wieder aufnehmen kann, ist noch ungewiss.

Deir Vartan war ein Ort, an dem irakische Flüchtlinge und vertriebene syrische Familien einander begegneten und gemeinsam lernten, ihr Leben und ihre Gemeinschaft neu aufzubauen. Hier lagerten die Helfer Kleiderspenden, Lebensmittel und Medikamente. Heute sind nur noch die Trümmer übrig. Aber auch wenn die Gebäude teilweise zerstört sind - der Geist von Deir Vartan lebt in den Menschen weiter.

Was auch immer die Zukunft noch bringen wird, eines ist sicher: Freiwillige Helfer werden sich weiterhin mit den Jesuiten vor Ort für die Flüchtlinge einsetzen, so flexibel und effektiv, wie sie können. Durch unsere Kontakte zu den lokalen Jesuiten und zu den informellen christlichen und muslimischen Hilfsnetzwerken können wir die bedürftigen Familien unterstützen. Unglücklicherweise ist diese Unterstützung für die Familien – so wichtig sie auch ist – nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Je weiter die Zerstörung fortschreitet, desto größer werden die Nöte der Menschen. Ohne jedes Anzeichen für eine friedliche Lösung erscheinen die Aussichten für die nahe Zukunft trostlos. Der nahende Winter versetzt uns zusätzlich in Sorge um die Menschen ohne Bleibe. Unabhängig von den Möglichkeiten des JRS, diesen Menschen mit Nahrung und Unterkunft zu helfen, wird es keine wirkliche Lösung geben, solange die Gewalt nicht endet und nicht um einen dauerhaften Frieden verhandelt wird. 

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