Die Hilfe geht weiter

Trotz der anhaltenden Kämpfe und Zerstörungen in Damas­kus, Aleppo, Homs und vielen anderen Gegenden Syriens laufen die Hilfs­massnahmen weiter, die der Flüchtlings­dienst der Jesuiten (JRS) gemeinsam mit den syrischen Jesuiten vor Ort aufgebaut hat.

  • In Damaskus (Alberto Hurtado JRS Center), Homs (Al Mukhales, Al Waer, Al Armen, Wadi al Nasarah) und Aleppo werden noch immer Schulen als Notunterkünfte genutzt. Mit dem pädagogischen und psycho-sozialen Unterstützungsprogramm und Freizeitaktivitäten werden mehr als 2.500 Kinder erreicht.
  • Rund 3.000 Familien in Damaskus, Homs, Aleppo und im Süden an der Grenze zu Jordanien erhalten Nothilfe durch den JRS. Dazu gehören: Lebensmittel-Pakete, eine Grundausstattung für neu ankommende Flüchtlinge mit Kochutensilien, Decken, Matratzen, Unterstützung bei Mietkosten und vorübergehende Unterbringung in Notunterkünften.

Damaskus

  • Eine Flut von Explosionen hat die Lage in Damaskus verschärft. Das Schuljahr hat wieder begonnen, aber laut JRS Mitarbeitern in Damaskus, sind die Schulen überfüllt und die Fahrtkosten unerschwinglich hoch. Um diesem Problem zu begegnen, gibt der JRS 500 Kindern Nachhilfeunterricht, übernimmt teilweise die Fahrkosten zur Schule und bietet Sport- und Freizeitaktivitäten an. 
  • Durch Familienbesuche koordinieren JRS Mitarbeiter und Freiwillige im Raum Damaskus Hilfe für 900 Familien. Durch lokale Hilfsnetzwerke erhalten weitere 1.000 Familien in den umliegenden Gebieten Hilfe. Ausser den syrischen Flüchtlingen unterstützen die Jesuiten in Damaskus auch eine grosse Zahl von irakischen Familien, die vor Jahren aus dem Irak flohen, weil sie auf Grund ihres christlichen Glaubens bedroht waren. Es besteht die Gefahr, dass sie jetzt wieder alles verlieren.

Aleppo

  • In Aleppo werden über 4.000 Flüchtlinge mit Lebensmitteln, Grundausstattungen und Bargeld unterstützt. Dies ist zusätzlich zum Service in den fünf Schulen, in denen der JRS Notunterkünfte betreut, (von insgesamt 30 in der ganzen Stadt) und der Verteilung von warmen Mahlzeiten an die Vertriebenen, die keine Möglichkeit haben selbst zu kochen.
  • Seit knapp einem Jahr gibt es eine Feldküche, die mittlereweile über zu 15.000 Mahlzeiten täglich ausgeteilt werden. Diese Aktivität wird auch vom Syrischen Arabischen Roten Halbmond durch das Welternährungsprogramm unterstützt. Das Essen wird an zentrale Ausgabestellen geliefert, Schulen und Moscheen, wo sich die Flüchtlinge versammeln, um zu essen.

Homs

  • In Homs konzentrieren sich die Zentren des JRS, Al Mukhales und Al Waer, nach den Freizeitangeboten in der Sommerferienzeit wieder auf Schulunterricht für Schüler, so dass die Kinder trotz Unterrichtsausfall nicht zu viel des Lernstoffes verpassen. Jeden Nachmittag erhalten 800 Mädchen und Jungen Nachhilfeunterricht in den beiden Zentren. Auch vierzehn Kinder mit Behinderung nehmen an diesem Programm teil.
  • Im Marmarita Tal will der JRS in naher Zukunft die dortige Schule unterstützen. Die Schule liegt nahe der Grenze zum Libanon. Die Bevölkerung besteht mittlerweile zu 75% aus Vertriebenen und Flüchtlingen. Die örtlichen Behörden schaffen es nicht, allen Kindern Bildung zu ermöglichen.

Benachbarte Länder

  • In Amman / Jordanien unterstützt der JRS mehr als 200 syrische Flüchtlingsfamilien durch Familienbesuche. 25% der Kinder, die am informellen Bildungsprojekt in Amman teilnehmen, sind Syrer. Viele von ihnen konnten ein Jahr lang die Schule nicht besuchen. Im Norden von Jordanien, wo viele syrischen Familien Zuflucht suchen, hat der JRS Teams gebildet, die Flüchtlinge durch Familienbesuche begleiten und sie mit Essen und bei Mietkosten unterstützen. Obwohl 30.000 Syrer im Za'atari Refugee Camp sind, leben noch mehr als doppelt so viele ausserhalb des Lagers unter der einheimischen Bevölkerung und sind dringend auf Unterstützung angewiesen.
  • Durch enge Zusammenarbeit mit den Jesuiten im Libanon konnte der JRS die Betreuung der syrische Flüchtlinge im Land ausbauen. Um individuelle Unterstützung anbieten zu können, werden die Familien besucht. So kann den Nöten der Flüchtlinge besser begegnet werden.

Nach UN-Schätzungen sind mehr als 4 Millionen Menschen in Syrien auf humanitäre Hilfe in Form von Nahrung, Obdach und Medikamenten angewiesen. Hunderttausende flohen in die Nachbarländer Libanon, Türkei, Irak und Jordanien. Schätzungsweise 60.000 Menschen verloren ihr Leben seit Beginn des Konfliktes im März 2011. Die Jesuiten sind immer noch in Syrien und helfen. Wir stehen in engem Kontakt mit ihnen und wissen, dass die Hilfe die Menschen in Not erreichen wird.

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